• janssenone
    janssenone
    2020-11-11

    naja.... vergleichbar mit den USA ist das trotzdem nicht.
    Sollte die Republikaner in jedem Staat und in jedem wasweißichwasfürdenKongressnötigist 51% bekommen hätten sie 100% der Sitze. Und zwar im Senat , im Kongress und den Präsidenten.
    Bei uns "nur" im Bundesrat.
    Wären die Staaten alle gleichmäßig verteilt, gleichmäßi bevölkert etc, reichte es dem Präsidenten in 26 von 51 Staaten 51% zu bekommen - die andern 25 könnte er mit 0% hinlegen - um zu gewinnen . Mit 26% der Stimmen....

  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2020-11-11

    @lester bangs
    Es gibt einige US Staaten die machen das mit Gewichtung der Stimmen bei den Wahlmännern, aber es sind wenige.
    Bei Senatoren im Kongress ist dies übrigens eine andere Sache , das sind wie bei uns Direktmandate und werden auch extra gewählt in den Kongresswahlen.

  • janssenone
    janssenone
    2020-11-12

    @michaelhoch@pluspora.com
    ja. Aber es gewinnt halt nur einer - kein Proporz.
    Das wäre, wie eine Bundestagswahl ohne Zweitstimme.
    Da gab's mal ne "schöne" Karte beim Spiegel: fast alles Schwarz.

  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2020-11-12

    @lester bangs
    Nein da liegst du etwas falsch, es gibt zwar ein paar Unterschiede zu unseren Bundestags Wahlen aber die Senatoren des Senat werden genauso wie die Mitglieder des Repräsentantenhauses direkt gewählt quasi als Zweitstimme unabhängig vom Präsidentenvotum. Alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt sogenannte Midterm-Wahlen.
    Diese Wahlen sind vergleichbar zu den Wahlen der Abgeordneten mit Direktmandat im Bundestag, also der hiesigen Erststimme.
    Es gibt immer mehrere Bewerber und der mit den meisten Stimmen gewinnt den Sitz. Es gibt sogar gewählte unabhängige Senatoren die keiner Partei angehören und es gab schon Senatoren einer dritten Partei der US Grünen.
    Was es nicht gibt sind zusätzliche Abgeordnete bzw Senatoren der Landeslisten ihrer jeweiligen Partei über die Zweit Stimmen sowie Ausgleichs und Überhangmandate was ja auch hierzulande heftig umstritten ist.

    Bei der Präsidentenwahl herrscht zwar größtenteils das Prinzip "Winner-Takes-It-All" Wahlmänner, nur ob es gerechter wäre oder andere Ergebnisse bringen würde sie nach den Stimmen für den jeweiligen Bewerber zu splitten wage ich auch zu bezweifeln .... zumindest wäre wohl das "Durcheinander" bis zum Endergebnis noch größer.

  • Batonga Gnubeutel
    Batonga Gnubeutel
    2020-11-12

    Ich glaube, Ihr sagt das gleiche, aber bewertet es unterschiedlich.

    Eine Marginalpartei wie die FDP würde mit ihren 5% in den USA gar nichts kriegen, während sie bei uns über das Verhältniswahlrecht etwa 5% der Sitze bekommt. Und selbst die SPD würde fast nichts mehr kriegen, wie @janssenone geschrieben hat.
    Deshalb ist es für eine Demokratie eine fürchterliche Idee sich nur auf Direktmandate zu stützen. Der einzige Grund daran festzuhalten ist, dass darüber ggfs. auch eine charismatische parteilose Person gewählt werden kann.

    Wobei das eigentliche Thema der Bundesrat wäre, der eben im föderalistischen Gedanken den Bundesstaaten mehr Gewicht gibt. Daher ist es Absicht, dass dort die kleinen etwas größere Wirkung haben.
    Die USA haben eine ähnliche Aufteilung, aber eben nur Direktmandate, wodurch das ganze System geschrottet wird, weil alles nach "winner-takes-all" geht und andere Parteien effektiv nicht vorkommen.

    Dass der Präsident dann auch nach einem ähnlichen Verfahren gewählt wird, ist nur das Sahnehäubchen.

  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2020-11-12

    @Batonga Gnubeutel
    In den USA werden keine Parteien gewählt, es sind Direktwahlen bzw Personenwahl, du kannst nur Personen einer bestimmten Partei wählen.
    Da stehen nirgends auf dem Wahlzettel Parteien zur Wahl, Prozentzahlen für Parteien sind daher irrelevant, diese haben dadurch auch weniger Macht über Abgeordnete als bei uns.
    Senatoren und Repräsentantenhauses Sitze können nur an eine Person vergeben werden möchte eine Marginalpartei wie die FDP oder Grüne Einfluss muss sie möglichst viele dieser Sitze holen ... unmöglich ist das nicht.
    Das kommt daher das die USA im Prinzip kein einheitlicher Staat (Zentralstaat) sind sondern lediglich eine Vereinigung von Staaten, lediglich der Präsident und seine Regierung symbolisieren die USA als Staat, Senatoren sind Abgesandte der Bundesstaaten ähnlich unseren Bundesrat.
    “Winner-takes-all” gilt übrigens bei allen Präsidialsystemen auch in Frankreich .....da es nur ein Gewinner geben kann , spätestes in einer Stichwahl reichen dann 50+x und alle Gegenstimmen sind nutzlos.